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Ortshaus-Stiftung - Die Idee

 

 

Die Orte Lindau (Bodensee) und Wasserburg (Bodensee) bergen eine Vielzahl kultur-historisch wertvoller Baudenkmäler. Ein Teil dieser Gebäude lässt sich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht restaurieren und angemessen nutzen.

Eine Nutzung, die eine vertretbare Rendite ermöglichen würde, ginge jedoch oft einher mit einer teilweisen Zerstörung wertvoller, historischer Bausubstanz. Dies gilt auch für den Wandelgang und die beiden Rückgebäude des Anwesens Maximilianstrasse 10 in Lindau – das so genannte Orthaus.

Die Stifter haben den historisch wertvollen Innenhof in den Jahren 1999 bis 2001 restauriert und wollen sicherstellen, dass dieses Anwesen langfristig im Zustand nach der Restaurierung erhalten bleibt. Ihr Wille ist: Die Nutzung muss sich dem Gebäude anpassen und nicht umgekehrt.

Das Fachwerkhaus und der Wandelgang wurden im 16. Jahrhundert erbaut, die Rückgebäude sind vermutlich noch älter. Das restaurierte Baudenkmal erhielt den Fassadenpreis der Stadt Lindau, eine Anerkennung der Hypo-Kulturstiftung und einen Denkmalsonderpreis des Bezirks Schwaben.

In Wasserburg, Ortsteil Reutenen, steht die im Jahre 1643 erbaute Jakobus-Kapelle, im Volksmund auch Gfrörnenkapelle genannt. Die Kapelle ist eines der ältesten Gebäude in Wasserburg und von hohem Wert. Sie stand zu Beginn des Jahres 2004 kurz vor dem Zusammenbruch. Seit April 2004 befindet sich die Kapelle im Besitz der Gemeinde Wasserburg. Sie wurde ebenfalls von den Stiftern, gemeinsam mit Wasserburger Bürgern und der Gemeinde umfassend restauriert und ist jetzt ein sehenswertes Kleinod.

Es sollen mit Hilfe der Stiftung langfristig die jeweils erforderlichen Restaurierungen durchgeführt werden können. Der Zustand nach Restaurierung muss unbedingt dauerhaft erhalten werden. Die Kapelle erhielt einen Denkmalsonderpreis des Bezirks Schwaben und die Restaurierung wurde mit dem Dorfpreis der Gemeinde Wasserburg ausgezeichnet.

Darüber hinaus soll die Stiftung einen Beitrag zum Erhalt der überaus wertvollen Wasserburger Kirche St. Georg leisten. Die außergewöhnlich schöne Kirche wird voraussichtlich immer einen hohen Bedarf an Mitteln haben, um die notwendigen Restaurierungen durchführen zu können. Dazu soll die Stiftung – wenn irgend möglich – einen Beitrag leisten.

Sollten nach den erforderlichen Beiträgen zur Erhaltung der drei genannten Objekte noch Gelder zur Verfügung stehen – dies ist nach geplanten und zugesagten Zustiftungen durchaus möglich – so können weitere denkmalgeschützte Objekte in Wasserburg und Lindau unterstützt werden. Die Entscheidung darüber fällen der Stiftungsvorstand und der Stiftungsrat.

Bei entsprechender Finanzausstattung kann die Stiftung auch denkmalgeschützte Objekte erwerben, restaurieren und erhalten.

Um den Stiftungszweck nachhaltig verwirklichen zu können, beabsichtigen die Stifter, einen Teil ihres Vermögens der Stiftung zu vererben.